südaafrikaaaa_einleitung Ohh Südafrika!

 

 


Sicherheit, Unsicherheit, Sicherheitsgefühle, Unsicherheitsgefühle.
 So kam es dass ich heute eigentlich zu einem ganz anderen Thema unterwegs war und die die lokalen, analogen Nachrichtenblätter digital durchforstete, aber  dann diesen Artikel über die Sparkasse sah, die mir in den letzten Monaten hier vor Ort ja ohnehin schon, “besonders ins Auge gefallen war”.

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In dem Artikel wurde verkündet, dass es mal wieder ein neues Konzept gäbe – jugendlich, shiny, schick, smarter, toller und innovativer als jemals zuvor™, hier im besten Trier und Deutschland das es jemals gegeben…

Und so wird also die Sparkasse für die Jugend neu gedacht – oder besser gesagt: neu verpackt. Es geht in Wahrheit weniger um Inhalte, sondern vor allem um attraktives Marketing und schickes Verpackungsmaterial. Vorgestellt wird darin ein neues Jugendprogramm, für das zwei Mitarbeiter als Verantwortliche präsentiert werden.

Anmerkung der Redaktion : Es bleibt aber selbstverständlich “wie üblich unter der Haube einfach, beim guten alten die Bank nach der Schulbank Programm”, das hier im Blog  ja auch in “analogen oldschool Zeitungsanzeigen, bereits zu sehen ist" #VOLKS #BANK, und es ist selbstverständlich "vollkommen egal, von welcher Bank sowas ist" 😝 #TWIX

Und wie heißt dieses neue, glänzende Jugendstil-Programm? Spark.

Und dieses Wort „Spark“ das wurde gleich mit meinem ersten Südafrika Aufenthalt 2010, zu meinem neuen Spitznamen, von anderen, "von vollkommen verblödeten Idioten™ auserkoren".  😝


Daran bin ich aber auch teilweise selbst mit Schuld , weil ich halt dummerweise immer offen und ehrlich, SELBST von meinen eigenen FAILS umgehend erzähle. 🤷🏻‍♂️


Mich würde wirklich interessieren, wie viel ein neutraler Mensch der mich nicht persönlich kennt, von all dem Ganzen hier in irgendeiner Form nachvollziehen kann – und was, aus meiner Sicht, so gut zusammenpasst. Aber ja, das hängt letztlich von jedem Einzelnen ab. Für mich persönlich steckt in dieser Geschichte jedenfalls auch noch “so viel Deutschland, wie nur drinstecken kann” – egal ob in Johannesburg oder in Trier, und das nicht nur wegen der “Vorschriften und Normen”.
Eines der ersten Dinge, die mir bei meinem ersten Aufenthalt in Südafrika "direkt ins Gesicht fielen", als deutscher Mensch, das war: Die Uhren ticken einfach anders! Und die Einstellung zu professioneller und verbindlicher,  verlässlicher Arbeitsleistung und ihrer Qualität.

Irgendwann habe ich meinen Kollegen Johann regelrecht gehasst für seinen Standardspruch: „Relax man, this is South Africaaaaaaaa, it’s ready when it’s ready,  enjoy the time off

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Einerseits stimmt das ja: den lieben Gott, einfach mal den guten Mann sein lassen, den ganzen Tag über – das hat schon auch etwas Schönes. Aber wenn man projektbezogen in mehreren Ländern koordinieren muss, Deadlines einzuhalten hat und dann auch noch deutsche Gene im Blut hat, sind die ersten Konflikte “zwangsläufig, bereits programmiert”. 
Zum Beispiel wenn Du bereits 2 volle Tage , noch nicht  einen Handschlag bei deiner eigentlichen Arbeit für die Du dort bist machen konntest, weil eben der Zoll “die Hardware einfach nicht herausrückt, die bereits Tage vor Dir selbst auf afrikanischem Boden eintraf…” (gelöst wurde es in dem dann irgendwann jemand zum Flughafen fahren musste, mit ein paar Scheinen in der Tasche, für die Zollbeamten….)

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Und hier in diesem speziellen Fall, “als ein elektrisierender Moment, zum neuen Arbeitstitel meiner Person wurde” da war es auch diese “relaxte South-African-Art”, die zu einer gewissen Nachlässigkeit bei wichtigen Dingen führte. Und kombiniert mit meiner eigenen, manchmal ganz plötzlich auftretenden Tollpatschigkeit, ergab das eine Geschichte, die später ziemlich lustig wurde – auch wenn ich bei dieser Nummer erst mal “absolut nicht mehr ganz so locker war, wie sonst bei mir üblich” 😅


Selbstverständlich: Im Vergleich zu dem Erlebnis einer Schießerei nur ein paar Meter weiter – nach der ich mich dann einfach schlafen legte – war das hier natürlich eine ganz andere Nummer. Aber genau so verketten sich eben manchmal die Dinge, auch mal "gegen einen selbst", und diese Verkettungen nehmen ihren Lauf. Sie führen dazu, dass man plötzlich anders reagiert, anders agiert, Dinge anders sieht und anders bewertet, als man es vielleicht unter normalen Umständen tun würde. Einfach, weil man in einer völlig neuen Situation steckt, und vielleicht auch völlig neue Informationen zu einem Thema hat, oder beides. So wie hier bei mir.

 

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Südafrika ist eben ein heißes Pflaster. Dementsprechend waren auch unsere Lokalitäten, die Lagerhäuser mit allen "Tonnen an Smartphones und zugehörigem Material", entsprechend gesichert. Ich war jedenfalls ziemlich erstaunt, als ich gleich mal in meiner eigenen Firma erlebte, wie am Tor zum Lager, wo die LKWs rein- und rausfuhren, zwei Männer mit Schrotflinten standen, zur Sicherheit.

Spoiler aus Paris: Dort hatte ich zu meiner Sicherheit ein Team aus zwei abgefuckten Typen mit Hund und Pistolen vor Ort, die temporär dort in einem alten Wohnwagen von dem Lager, "wohnten und arbeiteten". Weil in der Nähre kurz zuvor, jemand erschossen wurde. "Saint Denis Baby, der Name klingt so schön..."

Endlich konnte ich irgendwann auch mal konkret anfangen, mit meiner Arbeit, und aufgrund der vorherigen “afrikanischen Behörden Verzögerung”,  wollte ich natürlich sofort den ersten Samstagmorgen nutzen, um loszulegen. Was dann tatsächlich, auch nochmal eine kurze "this is selbstverständlich South Africa Diskussion" ergab, "was?? so kurzfristig morgen, am Samstag arbeiten?", nur weil dieser “Mister from Germany jetzt nicht auch einfach noch zwei weitere Tage,  das Wochenende abwarten und bis Montag durch chillen wollte”, diese dumme deutsche…

Zum Sicherheitskonzept gehörte neben der Mauer auch ein 20.000-Volt-Sicherheitszaun. Das wurde mir ausdrücklich erklärt, da ich das Wochenende alleine im Lager verbringen musste.  Unter der Woche wäre “das Problemchen, keins geworden” – am Wochenende war ich jedoch völlig allein, bis auf Johann als “meinen verantwortlichen Aufseher”, der sich aber ständig “verpisste und kurz mal, hier hin oder dort hin fahren musste”.

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Ich konnte jedenfalls endlich mit meiner Arbeit anfangen und soweit lief auch alles nach Plan, allerdings musste ich dann am Ende noch wegen der Umschaltung der Internet Leitung, auf die Rückmeldung des amerikanischen Providers warten. Das war eine nervige Standardprozedur, die aber im allgemeinen innerhalb von maximal einer halben Stunde und egal an welchem Tag, über die Bühne war.  Aber Afrika ist nun mal auch Afrika, mit nicht annähernd der Infrastruktur, ob online und digital, oder offline und analog Genutzte, wie man sie von Europa her kennt, und “deswegen gibt es, an solchen Orten”, IMMER, IMMER, EINFACH IMMER irgendwelche Probleme, die es anderswo halt einfach NIE gibt.


(Spoiler aus einem anderen Afrika Trip bei dem der komplette Umzug des Standorts anstand: 2 Tage bevor es für uns, aus dem Infrastruktur Team los ging, wurde leider bei der afrikanischen Basis Infrastruktur “geklaut”. Kupferkabel, zentraler Internet Leitungen, und dann war in einem ganzen Teil des Industriegebiets “überhaupt kein, gewünschter Gesprächspartner” mehr erreichbar, was für uns zu einer sehr abenteuerlichen aber Interessanten Herausforderung wurde, und wir dann per RICHTFUNK das neue modernere Gebäude, über 2,5 km Entfernung mit dem alten verbanden, dessen Leitung nicht “vom Diebstahl betroffen war…”)

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  • Andere Leser regten sich auch noch hierüber auf...: ╭∩╮(òÓ,)╭∩╮